Rituximab Therapie 2016

*Jawohl!!! Bekomme endlich eine neue Therapie wenn die Krankenkasse es genehmigt, zwar mit enormen Nebenwirkungen aber dafür nur 3 Std Infusionen und nur noch alle 6 Monate

Ich schreibe direkt aus dem Krankenhaus, bin so froh da ich vorher 6 x Cyclophosmaid (Endoxan) Infusionen bekommem habe über 8 Monate, die nichts gebracht haben ausser Nebenwirkungen und kaputte Venen, aber dazu später mehr, auch zu Rituximab

Positiv laut Recherche:
Rituximab zeigte in einer Subgruppenanalyse bei anti-MAG-IgM-positiver paraproteinämischer Neuropathie einen signifikanten Effekt sowohl auf den klinischen Endpunkt als auch auf immunologische Surrogatparameter (Dalakas et al. 2009) (IIb).

Update:

Also es ist jetzt knapp 14 Tage her nach der Infusion die ich gut vertragen habe, aber………. Alle Symptome sind schlimmer geworden……… Die Ärtze sagen das Immunsystem muss erst NEU rebootet werden und die Wirkung setzt deshalb erst in 4-6 Wochen ein ( also noch 2-4 Wochen )

Rituximab ist ein OFFLABEL Medikament was normalerweise nicht zugelassen ist bei einer MMN / Multifokale Motorische Neuropathie , aber bei mir steht ja auch MADSAM ( CIDP ) im Raum ( ich glaube aber immer noch das ich KEINE MMN habe ) und in Bochum bei Professor Gold ist man da in guten Händen, ob es bei mir dauerhaft verschrieben wird laut AOK weiss ich noch nicht, aber die wären ja Blöd da Sie ja einen Haufen Geld sparen, ob ich jetzt alle 4 oder 6 oder 12 Monate 1 x Rituximab bekomme oder alle 7-8 Wochen Endoxan, den das wäre ja viel kostspieliger !? Weiterhin bekomme ich natürlich auch alle 14 Tage 120 gr. IVIG ( Immoglobine ) die ich auch brauche, da es ohne noch schlimmer wäre.

Ganz Neu: Rechte Schulter / Schulterblatt habe ich nun auch ein Muskelfrass Loch, zudem springen mir öfters 2 Wirbelköpfchen Brustwirbelsäule Höhe raus.

Bis jetzt kann ich EINDEUTIG sagen das es mit unter der Cyclophosphamid Endoxan Therapie besser gegangen ist was den Muskelschwund angeht.

Update
Ich war eine Woche in der Türkei, habe wenig geschlafen und mich viel mehr bewegt als zu Hause und habe im dortigen Fitnessstudio 2 x trainiert, dadurch das es andere Geräte und Gewichte gewesen sind, hatte ich leider starken Muskelkater und bei der heutigen CK Messung ist der für mich sehr sehr hohe Wert von 2587 rausgekommen, was natürlich extrem Scheiße ist weil er seit dem ich Krank bin immer um 200-500 war, also ist jetzt viel Ruhe, viel trinken und 5gr Ribose ( senkt die Ck Werte) täglich angesagt.

Update 24.05.2016
CK ist wieder auf 404, aber bei einer heutigen Nerven Messung wurde festgestellt das komplette Linke Seite schlechter geworden ist und 5 B Zellen sind wieder da.

Update14.06.2016

War zwei Tage im Krankenhaus zwecks frühzeitiger Wiederholung der Rituximab Therapie, die dann aber doch noch nicht statt gefunden hat , da sich der linke Medianus verbessert hat, und 5 B Zellen ( 0,5%) noch zu Niedrig sind um die Therapie zu wiederholen. Stationäre Wiedervorstellung erst bei bei B Zellen Stand von 3-5% . Obwohl ich mich nicht gut fühle und meine Muskelermüdung viel früher einsetzt als sonst, aber nun gut, ich bin kein Arzt und habe das nicht zu bestimmen.

Update: 12.09.17

So ich habe Rituximab jetzt viermal bekommen , immer 250mg und nach vier Monaten sind die B Zellen wieder da um dann erneut zu infudieren und weiterhin bekomme ich alle 14 Tage 120gr Kiovig zusätzlich. Ich muss sagen Rituximab ist bisher das beste was ich bekommen habe das erste Jahr ging es mir richtig gut und ich habe auch wieder aufgebaut das zweite Jahr mit Rituximab ist es etwas abgeflacht aber ich bin zumindestens im weitesten Sinne stabil geworden. Kurz um, bin froh das ich das bekomme, bange aber um 2018 ob ich das off Label Medikament weiterhin von der Krankenkasse bezahlt bekomme, da dies erneut geprüft wird.


Rituximab ist ein biotechnologisch hergestellter chimärer monoklonaler anti-CD20 Antikörper, der als Arzneistoff in der Krebsimmuntherapie vorwiegend bei der Behandlung von malignen Lymphomen eingesetzt wird (EU-Zulassung 1998). In Studien wird außerdem die Wirksamkeit von Rituximab bei anderen Erkrankungen, etwa Autoimmunerkrankungen wie membranöse Glomerulonephritis geprüft. Rituximab war einer der ersten Wirkstoffe einer neuen Generation von Medikamenten in der Krebsimmuntherapie und gilt daher als Vorreiter der gezielten Krebstherapie. Der variable Teil des Antikörpers richtet sich gegen das Zelloberflächenmolekül CD20, welches sich zum Beispiel bei einem Teil der Non-Hodgkin-Lymphome nachweisen lässt.

Ursprünglich wurde Rituximab von Lee Nadler, der auch das Antigen CD20 erstmals beschrieb, am Dana-Farber Cancer Institute entwickelt. Rituximab war der erste Antikörper, der zur Behandlung von Krebs zugelassen wurde (FDA 1997).

In Europa ist der monoklonale Antikörper seit Juli 2006 für die Behandlung der rheumatoiden Arthritis in Kombination mit Methotrexat (MTX) zugelassen. Rituximab ist die erste Biomarker-basierte Therapie in der rheumatoiden Arthritis. Als praxisrelevante Biomarker gelten bisher vor allem Rheumafaktor und Antikörper gegen citrullinierte Peptide/Proteine (ACPA). Im April 2011 hat die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA Rituximab in Kombination mit Glucocorticoiden zur Behandlung der Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) und Mikroskopischen Polyangiitis (MPA) zugelassen. Die erweiterte Zulassung für die EU wurde im April 2012 bei der europäischen Arzneimittelagentur EMA beantragt.

Anwendungsgebiete (Indikationen)

Neben der Behandlung von Krebs wird Rituximab zunehmend bei Autoimmunerkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis, der idiopathischen thrombozytopenischen Purpura (ITP)[1] oder der Lupusnephritis[2] eingesetzt.

Onkologie

Rituximab gehört heutzutage zur Standardtherapie in der Behandlung von sowohl hoch- als auch niedrigmalignen Non-Hodgkin-Lymphomen, meist in Kombination mit einer konventionellen Chemotherapie (beispielsweise CHOP bzw. R-CHOP oder in Kombination mit Bendamustin). Der Einsatz von Rituximab ist jedoch nur sinnvoll, wenn sich die Krebszellen durch das Oberflächenmolekül CD20 auszeichnen; daher muss vor der Behandlung mit Rituximab das Tumorgewebe entsprechend getestet werden.

Rituximab ist das wichtigste Medikament bei der Behandlung von transplantationsassoziierten Lymphomen (PTLD), die häufig CD20-positiv sind.

Rheumatoide Arthritis

Bei der rheumatoiden Arthritis wird Rituximab derzeit nach Versagen von Basismedikamenten und dem initialen TNF-α-Hemmer eingesetzt. Etwa 30 % der Patienten mit rheumatoider Arthritis sprechen nicht auf einen TNF-α-Hemmer an.[3]. Bei unzureichendem Ansprechen und/oder Unverträglichkeit eines TNF-α-Hemmers wird eine Umstellung auf einen weiteren TNF-α-Hemmer oder auf Biologika mit anderem Wirkmechanismus wie z.B. Rituximab empfohlen.[4]

Mit zwei Infusionen innerhalb von 14 Tagen kann mit Rituximab eine signifikante Verbesserung der Symptome über einen Zeitraum von bis zu über einem Jahr erreicht werden. Weitere Behandlungen können den Therapieerfolg erhalten oder steigern. Empfohlen wird ein Therapieintervall von sechs Monaten. Dabei wird ein Wiederaufflammen der Krankheitsaktivität reduziert und das Ansprechen auf die Behandlung verbessert.[5]

Wirkungsmechanismus

Rituximab induziert eine selektive Zelldepletion (Entfernung körpereigener Substanzen) CD20-positiver B-Zell-Subpopulationen. Aus diesem Grund spricht man auch von der B-Zell-Therapie mit Rituximab. Über die folgenden drei Mechanismen wird eine B-Zell-Depletion bewirkt[6]:

  • Apoptose
  • komplementabhängige B-Zell-Lyse (CDC = complement-dependent cytotoxicity)
  • Antikörper-abhängige zelluläre Zytotoxizität über Makrophagen, Granulozyten und natürliche Killerzellen (ADCC = antibody-dependent cell-mediated cytotoxicity)

Unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen)

Onkologie

Während der Behandlung mit Rituximab kommt es bei bis zu 50 % der Patienten zu teils starken Nebenwirkungen mit Fieber, Schüttelfrost, Atembeschwerden und Hautausschlägen. Die Beschwerden werden vermutlich durch den massiven Zerfall der Krebszellen verursacht, wodurch eine Vielzahl von Zytokinen freigesetzt wird. Man bezeichnet dieses Syndrom daher auch als „Cytokine release-Syndrome“. Diese Probleme treten vor allem bei Patienten mit hoher Tumorlast (viel Tumormasse) bei der ersten Behandlung auf, im weiteren Verlauf der Behandlung bessern sich die Nebenwirkungen meist.

Unter Behandlung mit Rituximab kam es zum Auftreten einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) bei einzelnen Patienten. Die PML ist eine schwerwiegende opportunistische Virusinfektion des Gehirns, die bei Patienten mit Immunschwäche durch das JC-Virus ausgelöst wird und oft tödlich verläuft. Die Mehrzahl der bekannten PML-Fälle nach Behandlung mit Rituximab traten bei Patienten mit Lymphknotenkrebs auf. Die Patienten, die nach Therapie mit Rituximab eine PML entwickelten, wurden in der Regel auch mit anderen immunsuppressiven Zytostatika behandelt. Daher kann der Kausalzusammenhang mit Rituximab im Einzelfall nicht als gesichert eingestuft werden. Viele dieser Patienten hatten auch weitere Risikofaktoren. Weitere PML-Fälle wurden bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen bekannt.[7][8]

Rheumatoide Arthritis

Daten zur Langzeitsicherheit zeigen, dass Rituximab über einen Zeitraum von 10 Jahren gut vertragen wird. Patienten unter Rituximab haben kein erhöhtes Infektionsrisiko. Die häufigsten Nebenwirkungen treten überwiegend bei der ersten Verabreichung in Form von leichten bis moderaten Infusionsreaktionen innerhalb der ersten 24 Stunden nach Beginn der Infusion auf.[9]

Das „Cytokine release-Syndrome“ soll auch für das Auftreten von Todesfällen verantwortlich sein, die in seltenen Fällen unter der Behandlung der rheumatoiden Arthritis auftraten.[10] Patienten erhalten zur Vorbeugung eine Kombination von schützenden Medikamenten (Antihistaminika, Kortison, NSAR), so dass die Therapie insgesamt meist gut vertragen wird.

Allgemein

Als schwere Nebenwirkungen werden sehr selten (bei unter 0,01 % der Behandelten) Hautreaktionen wie eine toxische epidermale Nekrolyse und das Stevens-Johnson-Syndrom berichtet.[11] Da Fälle einer Hepatitis-B-Reaktivierung, einschließlich schwerer Verläufe mit tödlichem Ausgang berichtet wurden, empfiehlt sich ein Hepatitis-B-Virus-Screening vor Behandlungsbeginn.[6]

Kontraindikationen

Wie alle anderen Medikamente, darf auch Rituximab bei Allergien gegen den Wirkstoff oder andere Bestandteile der Präparate nicht verwendet werden. Dabei müssen vor allem auch bekannte Überempfindlichkeiten gegen Maus-Proteine berücksichtigt werden.

Infektionen. Akute und schwere Infektionen müssen ausheilen oder zumindest unter Kontrolle sein, bevor Rituximab angewendet wird. Bei chronischen Infektionen und stark eingeschränkter Immunabwehr muss eine genaue Evaluierung von Nutzen und Risiko erfolgen. Dies gilt insbesondere auch für die Hepatitis-B! Patienten mit aktiver Hepatitis-B-Erkrankung dürfen nicht mit MabThera behandelt werden (s.a. Rote-Hand-Brief).

Herzerkrankungen. Bei schweren, nicht medikamentös kontrollierbarer Herzinsuffizienz oder anderer nicht zu kontrollierenden schweren Herzerkrankungen darf Rituximab nicht angewendet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit. Aufgrund einer unzureichenden Datenlage wird empfohlen während Schwangerschaft und Stillzeit auf Rituximab zu verzichten. Studien zeigen jedoch, dass es wahrscheinlich doch zu keinen Schädigungen des Fetus kommt.[12]

Studien

Studiendaten aus der Onkologie

Die bislang größte Studie für Patienten mit aggressivem Non-Hodgkin-Lymphom (RICOVER-60) erzielte im Vergleich zu anderen Kombinationsbehandlungen die besten Ergebnisse. Der Studie nach sind nach 3 Jahren 78 % der Patienten mit aggressivem NHL nach der Kombinationstherapie CHOP-14 (6x) plus Rituximab (8x) am Leben. Aufgrund dieser Überlegenheit wurde die Studie frühzeitig beendet.[13]

Studiendaten zur rheumatoiden Arthritis

Die Zulassung für Rituximab beruht auf den Ergebnissen der REFLEX-Studie. In der Studie konnte die körperliche Funktionsfähigkeit der Patienten unter Rituximab verbessert werden.[14] Ebenfalls wurde das Fortschreiten der Gelenkzerstörung gehemmt.[15]

Bestimmte Biomarker im Blut wie Rheumafaktor oder ACPAs können auf die Erkrankung und die Schwere des Verlaufs hindeuten. In verschiedenen Studien wurde festgestellt, dass Rheumafaktor- oder ACPA-seropositive Patienten meist besonders gut auf Rituximab ansprechen.[16]

Seropositive Patienten, bei denen sich die Vortherapie mit einem TNF-α-Hemmer als unzureichend erweist und/oder sich eine Unverträglichkeit zeigt, sprechen meist besser auf eine Behandlung mit Rituximab an als auf eine Therapie mit einem weiteren TNF-α-Hemmer.[17]

Weitere Studien zu Rituximab

Eine norwegische Studie mit 30 Teilnehmern zeigte gute Erfolge bei der Behandlung des Chronischen Erschöpfungssyndroms ME/CFS . [18]


 

 

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